| Pressemitteilung
Ausstellung: Leta Peer Devoted to a Landscape
Vernissage: Freitag, den 12. März 2004, 19.00 – 22.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 12. März – 30. April
Zur Eröffnung spricht Dr. Andreas Bee (Kurator am
Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main). Leta Peer ist bei
der Vernissage anwesend.
Leta Peer wurde 1964 in der Schweiz geboren und studierte
freie Malerei an der Schule für Gestaltung in Basel bei Franz Fedier.
Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen und zeigte ihre Arbeiten
in Ausstellungen in Europa, den USA und Kanada.
Leta Peers neue Arbeiten sind zum einen großformatige Ölgemälde,
die sich mit dem Thema Landschaft beschäftigen und zum anderen digital
bearbeitete Fotografien, die Berglandschaften scheinbar zum sakralen
Bildwerk stilisieren.
Sie entwickelt damit das Thema ihrer früher entstandenen, postkartengroßen
Gebirgslandschaften weiter, die sie auf Holz gemalt und mit einem Blattgoldrand
versehen hat. Peers Werke erinnern an die Malerei der Romantik, an ihre
vermeintliche Harmonisierung der Natur mit dem Menschen. Sie konfrontieren
uns aber gleichermaßen mit der Ausbeutung und Ästhetisierung
der Natur. Mit ihren neuen Arbeiten beweist Peer einen geschärften
Blick für Weite und Distanz und regt gleichzeitig zur Reflexion über
Begriffe wie Heimat und Natur an.
Ihre Fotoarbeiten wagen eine außergewöhnliche, dichte Kommunikation
zwischen Malerei und Fotografie, bei der Peer auf den Hochaltar und dem
Bild im Goldrahmen als Sakralwerk zurückgreift, dieses aber in einen
anderen Kontext stellt: durch die erhabene, erhöhte Platzierung
der Landschaft wird der weihevolle Ort suspekt und subtil umgewertet.
Die Künstlerin zeigt damit einerseits die unüberbrückbare
Entfernung zur dargestellten Natur, um andererseits den Wunsch auszudrücken,
näher mit ihr, mit den Wurzeln des Menschen verbunden zu sein. Dieser
Konflikt kommt in Peers Arbeiten nicht laut und brutal zum Ausdruck,
sondern ist eingebettet in das Spiel mit den verschiedenen Medien, die
sie benutzt. Der Grad zwischen Anlehnung und Brechung mit der Tradition
der romantischen Malerei ist dabei schmal und uneindeutig; genau dieser
schmale Grad ist es, der den Reiz ihrer Kunst ausmacht.
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