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Leta Peer. Mirrors
DELTA. Galerie und Kunstraum
23. Februar bis 27. April,
jeweils freitags von 18.00 bis 20.00 Uhr (ausser Feiertage und Ferien)
oder auf Absprache unter 061/261 62 69

Vom 23. Februar bis 27. April zeigt Leta Peer bei DELTA neueste Gemälde und Fotoarbeiten. Die Künstlerin arbeitet an der Schnittstelle zwischen Malerei, Fotografie und Installation. Diese neueren Arbeiten stellen eine Weiterentwicklung vorangegangener Werkgruppen dar.

In den GIFTs (Gemalt-Installiert-FotografierT) aus den späten 1990er Jahren installierte die Künstlerin eigene Gemälde kurzzeitig an ungewöhnlichen Orten wie  der New Yorker Grand Central Station, um sie dort zu fotografieren. Mit dieser Guerilla-Aktion setzte sie nicht nur ihre Arbeit zum Thema von Ornament und Dekoration fort, sondern erweiterte sie zu einer Recherche über die Verfügbarkeit des öffentlichen Raums.

In der Aktion Borrowed Places 2001, für die Leta Peer Freunden und Bekannten ihre kleinformatigen Gemälde eine gewisse Zeit auslieh und vor Ort fotografierte, wurde das Kunstwerk zum Mittel der Erkundung des Privaten; der in der Fotografie festgehaltene Umgang mit dem Gemälde offenbarte individuelle Züge seines »Benutzers«; das Foto des Interieurs wird zum Porträt eines im Bild selbst Abwesenden.

Während also in früheren Arbeiten eigene Gemälde an ungewöhnlichen Orten installiert und fotografiert wurden, schafft Leta Peer in jüngeren Werkzyklen wie den „Mirrors“ diese Installation digital. Durch die Verbindung von Ansichten der ausgeweideten Abbruchräume einer ehemaligen Bäckerei mit Darstellungen von Alpenlandschaften entstehen zugleich berückende und verstörende Konfrontationen: In der Fotografie erhalten die zufälligen Gebrauchsspuren an Wänden und Türen – in der unmittelbaren Nachbarschaft zu Leta Peers Gemälden nach Fotografien ihres verstorbenen Bruders, digital in antike Rahmen montiert – quasi malerischen und ornamentalen Charakter und sprechen zugleich von Vergänglichkeit und Erinnerung als zentralen Themen der Künstlerin.

Die „Mirrors“, die dank der Galerie Fabian und Claude Walter, Zürich, gezeigt werden können, werden in der Ausstellung mit jüngsten Gemälden Leta Peers präsentiert.

 

 
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